Mittwoch, 25. November 2009
Ein Satz den ich bedingungslos unterschreiben könnte. Das ist auch der Titel eines neuen Buches von Harald Mahrer, Geschäftsführer der österreichischen Agentur Pleon Publico.

Schön finde ich auch den Untertitel: "Von der Vertrauensgesellschaft und wie wir uns von der Lüge des Vollkaskostaates befreien" (es fehlt nämlich das sollten oder könnten - der typisch österreichische Konjunktiv).
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber ich habe von Harald ein Exemplar exklusiv zugesandt bekommen und freue mich darauf das nachzuholen. Ein erstes reinlesen nimmt einen schnell gefangen auf einem Parforceritt von Daten, Fakten, Argumenten und einer schonungslosen Offenheit wie man sie in der Politik schon lange vermisst. Ein Beispiel:
Ein Staat der wegen der Schulden aus Vergangenheit und Gegenwart nicht in die Zukunft investieren kann, verwaltet Perspektivenlosigkeit.
Ja, das klingt nach Österreich. Leider. Schlag nach bei #unibrennt.
Am Donnerstag 26.11.2009 gibt es ab 18:00 im Zigarrenclub der Pleon Publico ein Streitgespräch zu diesem Buch mit Anneliese Rohrer. Anmeldung bei markus.gruber@pleon-publico.at
Ich glaube das wird spannend! Und dazu passt auch das Buch Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn ...

Schön finde ich auch den Untertitel: "Von der Vertrauensgesellschaft und wie wir uns von der Lüge des Vollkaskostaates befreien" (es fehlt nämlich das sollten oder könnten - der typisch österreichische Konjunktiv).
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber ich habe von Harald ein Exemplar exklusiv zugesandt bekommen und freue mich darauf das nachzuholen. Ein erstes reinlesen nimmt einen schnell gefangen auf einem Parforceritt von Daten, Fakten, Argumenten und einer schonungslosen Offenheit wie man sie in der Politik schon lange vermisst. Ein Beispiel:
Ein Staat der wegen der Schulden aus Vergangenheit und Gegenwart nicht in die Zukunft investieren kann, verwaltet Perspektivenlosigkeit.
Ja, das klingt nach Österreich. Leider. Schlag nach bei #unibrennt.
Am Donnerstag 26.11.2009 gibt es ab 18:00 im Zigarrenclub der Pleon Publico ein Streitgespräch zu diesem Buch mit Anneliese Rohrer. Anmeldung bei markus.gruber@pleon-publico.at
Ich glaube das wird spannend! Und dazu passt auch das Buch Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn ...
Sierra - am 25. November 2009, 14:52
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Donnerstag, 19. November 2009
Danke - hab grad ein nettes Foto von mir auf der Design Tagung 09 in Kuchl geschickt bekommen.


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Das war der Titel meines Vortrags beim Corporate Culture Club am MO 16.11.2009 im palais Daun Kinsky in Wien. Hier sind die Vortragsunterlagen dazu:
Das schönste Feedback, das ich nach diesem Vortrag mehrfach bekommen habe war sinngemäß "sie haben das alles so verständlich und einfach erklärt - endlich ist mir klar warum das so wichtig ist ..."
Danke an Ralf Tometschek für die Gelegenheit dort zu sein - danke für die rege Teilnahme, die aktive Diskussion danach und das viele tolle Feedback!
Das schönste Feedback, das ich nach diesem Vortrag mehrfach bekommen habe war sinngemäß "sie haben das alles so verständlich und einfach erklärt - endlich ist mir klar warum das so wichtig ist ..."
Danke an Ralf Tometschek für die Gelegenheit dort zu sein - danke für die rege Teilnahme, die aktive Diskussion danach und das viele tolle Feedback!
Freitag, 13. November 2009

Am Donnerstag 12.11.2009 habe ich bei der DesignTagung 09 in Kuchl/Salzburg, veranstaltet von Netzwerk Design + Medien, einen Vortrag zu "Zielgruppenansprache durch YouTube, Facebook und Twitter" vor knapp 100 Teilnehmern gehalten.
Im Zuge der Veranstaltung hatte ich auch Gelegenheit Gudrun Valentin und Hemdenmacher.at kennen zu lernen. Nicht erst seit meinem Jogi Löw Hochzeitshemd (um nicht gerade günstige EUR 160,-) und der Entdeckung meines Änderungschneiders stehe ich auf Hemden die mir passen. Das ist im deutschen Sprachraum nicht so einfach nachdem Hemden, der durchschnittlichen Figur Rechnung tragend, keine sehr körperbetonte Passform haben.
Frau Valentin hat im schönen oberösterreichischen Schärding die Produktionsstätte einer bekannten Hemdenmarke übernommen und führt Sie mit Ihren 10 Näherinnen weiter. Sie arbeitet mit Stoffen aus Österreich, Italien und der Schweiz und Ihre Website ist nicht nur ein Informationsfolder, sondern Ihr Verkaufslokal.
Dort kann man sich über verschiedene Hemden Stoffe informieren, erfährt alles über die hohen Verabreitungsstandards, findet eine große Vielfalt hinsichtlich der Kragen und Manschetten vor, hat die Wahl unterschiedlicher Schnitte und ich lerne sogar wie ich mich richtig abmesse. Und das alles um EUR 93,- für ein Maßhemd - nicht übertrieben wie ich meine!
Außerdem gibt es ein Blog mit Themen rund um Herrenmode - aus meiner Sicht gute Content Ansätze mit viel Potential. Natürlich könnte man hier über technische Details und zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten schreiben. Aber darum geht es nicht. Ich bin begeistert und beeindruckt, dass man Projekte mit diesem Innovationsgrad mit "kleinen Kunden vom Land" (Achtung: Klischee!) machen kann.

Schärding scheint wie sein Wappen auch zeigt, eine "Textilgeschichte" zu haben. Ich finde es sehr schön, dass durch unternehmerische Energie, gepaart mit dem Mut zur Innovation und dem Ausprobieren neuer Vertriebswege eigentlich alte und traditionall in der Region verankerte Wirtschaftszweige wieder eine Zukunft haben. Ein Beispiel wie hemdenmacher.at zahlt voll auf die These small is the new big ein die auch Harvard Business Publishing postuliert:
We simply don't trust companies anymore. We trust people. And in big companies, it's hard to even find a person to trust as we scream "operator" into our telephones only to get transferred to another menu whose options have changed.That gives small companies a huge advantage.
Wer einmal vor der Frau Valentin gestanden ist und mit Ihr 5min gesprochen hat, der vertraut darauf, dass Kundenzufriedenheit und -Service Ihre obersten Maximen sind. Ist ja auch klar - jeder Kunde der einmal bestellt hat, hat seine Maße drinnen, der 2. Kauf ist eine ungleich geringere Hürde. Insofern ist die "Conversion" vom Erstkunden zum Wiederkunden entscheidend für die Profitabilität.

Gefallen hat mir auch Ihr Satz "was die Website betrifft habe ich mich voll in die Hände meiner Agentur begeben und habe versucht meine Arbeit von der ich was versteh´ gut zu machen". Eine Kunden/Lieferantenbeziehung getragen vom wechselseitigen Vertrauen - da kann man Herrn Dr. Alfred Fiedler von der verantwortlichen Agentur afp nur gratulieren.
Bei dem was ich gesehen habe, hat Hemdenmacher.at und seine Unternehmerin Frau Gudrun Valentin noch ein enormes Potential. Unter dem richtigen Einsatz diverser Social Media Kanäle wird sie die Herzen Ihrer Kunden im Sturm erobern und ich wünsche Ihr noch sehr viel Erfolg mit Ihrem Unternehmen.
und jetzt geh ich mal abmessen ...
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Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich über eine Reklame von Socialnetworx.de im Turi2 Newsletter wundere.

Hier ist zu lesen:
-- Textanzeige --
Guardian die Nr. 1 durch Social Media – das Meistbesuchte Medienportal in UK setzt auf Social Media Elemente. www.socialnetworx.de unterstützt Sie mit digitalen Lösungen und Full Service bei der Maximierung Ihrer Reichweiten, der Erschließung neuer Zielgruppen und Umsatzquellen.
Mehr Infos zu den Leistungen: www.socialnetworx.de
Beim ersten Mal lesen habe ich gestockt - ??? Socialnetworx.de arbeitet für den Guardian? Kann nicht sein, ich hab von denen noch nie gehört. Ein kurzer Check auf der Website bestätigt - natürlich arbeitet Socialnetworx.de NICHT für den Guardian. Wer genau liest bemerkt das wahrscheinlich auch schneller als ich. Das screenen von digitalen Texten führte in meinem Fall dazu das Sie in "das Meistbesuchte Medienportal in UK setzt auf Social Media Elemente. www.socialnetworx.de unterstützt Sie mit digitalen Lösungen" intuitiv dem Guardian zuzuordnen.
Der erste Impuls hält einem genauen Lesen natürlich nicht Stand. Ich frage mich jedoch wie vielen Menschen es ähnlich geht? Ist das nicht ein klassisches overpromise - underdeliver? Und sollte das der erste Eindruck von möglichen Interessenten sein? Und das v.a. bei einer Zielgruppe von der ich persönlich annehme, dass es sich um besonders kritische Rezipienten handelt?
Ich wäre gespannt wie es anderen Rezipienten mit dieser Werbung geht bzw. ob dieser Effekt von Socialnetworx.de intendiert ist?
Hier ist zu lesen:
-- Textanzeige --
Guardian die Nr. 1 durch Social Media – das Meistbesuchte Medienportal in UK setzt auf Social Media Elemente. www.socialnetworx.de unterstützt Sie mit digitalen Lösungen und Full Service bei der Maximierung Ihrer Reichweiten, der Erschließung neuer Zielgruppen und Umsatzquellen.
Mehr Infos zu den Leistungen: www.socialnetworx.de
Beim ersten Mal lesen habe ich gestockt - ??? Socialnetworx.de arbeitet für den Guardian? Kann nicht sein, ich hab von denen noch nie gehört. Ein kurzer Check auf der Website bestätigt - natürlich arbeitet Socialnetworx.de NICHT für den Guardian. Wer genau liest bemerkt das wahrscheinlich auch schneller als ich. Das screenen von digitalen Texten führte in meinem Fall dazu das Sie in "das Meistbesuchte Medienportal in UK setzt auf Social Media Elemente. www.socialnetworx.de unterstützt Sie mit digitalen Lösungen" intuitiv dem Guardian zuzuordnen.
Der erste Impuls hält einem genauen Lesen natürlich nicht Stand. Ich frage mich jedoch wie vielen Menschen es ähnlich geht? Ist das nicht ein klassisches overpromise - underdeliver? Und sollte das der erste Eindruck von möglichen Interessenten sein? Und das v.a. bei einer Zielgruppe von der ich persönlich annehme, dass es sich um besonders kritische Rezipienten handelt?
Ich wäre gespannt wie es anderen Rezipienten mit dieser Werbung geht bzw. ob dieser Effekt von Socialnetworx.de intendiert ist?
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Montag, 9. November 2009
Das ist ja süß - eine Firma namens Checkpointmedia meldet heute:
Soziale Medien wie Facebook, Twitter, YouTube und Co. gewinnen zunehmend Bedeutung für die Unternehmenskommunikation ...
Das kam mir dann sehr rasch bekannt vor - Es ist 1:1 der selbe Satz aus unserer Pressemeldung im Zuge der Beteiligung von Virtual Identity an nunmehr vi knallgrau GmbH.
Social Media heißt ja auch "linken und verlinkt werden", zu einer eigenen Pressemeldung sollte es beizeiten dennoch reichen. Aber ich stimme zu - besser gut geklaut als schlecht erfunden und weil wir eine soziale Ader haben, laden wir die verantwortlichen Texter von checkpointmedia sehr herzlich ein sich in Zukunft per Telefon oder eMail an uns zu wenden. Wir helfen gerne!
Soziale Medien wie Facebook, Twitter, YouTube und Co. gewinnen zunehmend Bedeutung für die Unternehmenskommunikation ...
Das kam mir dann sehr rasch bekannt vor - Es ist 1:1 der selbe Satz aus unserer Pressemeldung im Zuge der Beteiligung von Virtual Identity an nunmehr vi knallgrau GmbH.
Social Media heißt ja auch "linken und verlinkt werden", zu einer eigenen Pressemeldung sollte es beizeiten dennoch reichen. Aber ich stimme zu - besser gut geklaut als schlecht erfunden und weil wir eine soziale Ader haben, laden wir die verantwortlichen Texter von checkpointmedia sehr herzlich ein sich in Zukunft per Telefon oder eMail an uns zu wenden. Wir helfen gerne!
Sonntag, 8. November 2009
In mancher Beziehung geht es auch mir so wenn ich versuche die aktuellen StudentInnen Proteste zu verstehen. Wobei das Problem darin liegt dort eine Lösung finden zu wollen, wo einfache Lösungen längst nicht mehr erreichbar sind - einfacher und der richtige erste Schritt wäre wohl das Annehmen des Ärgers der StudentInnen.
Peter Purgathofer, Forscher an der Fakultät für Informatik der TU Wien und einer der ersten und intensivsten Nutzer der TU Wien Weblogplattform, hat dazu einen hervorragenden Artikel im Standard geschrieben, der mir viele Erkenntnisgewinne brachte. Er schreibt unter anderem:
Ihre organisatorische Substanz bezieht die Bewegung aus den Netzwerken und Möglichkeiten, die durch "Social Software" geschaffen wurden [...]
Ihr Wesensmerkmal: ein komplett geändertes Verständnis von sozialer Interaktion, möglich gemacht durch die Allgegenwart mobiler Kommunikationsgeräte (die diesen Trend mehr und mehr reflektieren) und durch die Entwicklung neuerer Kommunikationsangebote im Internet. Sie zu verstehen, ohne Teil davon zu sein, ist mittlerweile nahezu ausgeschlossen. Was sich nicht zuletzt auch darin manifestiert, dass die zentralen Ausdrucksformen dieses "Untergrunds" von außen/oben regelmäßig lächerlich gemacht (Youtube), kriminalisiert (Austausch digitaler Medien) oder beschimpft werden (Computerspiele). [...]
Nur in einem mühsamen und vergleichsweise langsamen Prozess hat man zu gemeinsamen Forderungen gefunden, die sich offenkundig auch noch fast täglich ändern; ein konzertiertes Auftreten scheint nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich zu ein. - Man mag das auf mangelnde Kompatibilität zwischen "neuen" und "alten" Ausdrucks- und Verhandlungsformen zurückführen, im Endeffekt bleibt der dominierende Eindruck einer alles durchdringenden Heterogenität. [...]
Ich bin beeindruckt mit welcher Empathie und doch auch kritischer Distanz Purgathofer über diese Entwicklungen schreibt. Sehr erhellend, sehr hilfreich - danke!
Peter Purgathofer, Forscher an der Fakultät für Informatik der TU Wien und einer der ersten und intensivsten Nutzer der TU Wien Weblogplattform, hat dazu einen hervorragenden Artikel im Standard geschrieben, der mir viele Erkenntnisgewinne brachte. Er schreibt unter anderem:
Ihre organisatorische Substanz bezieht die Bewegung aus den Netzwerken und Möglichkeiten, die durch "Social Software" geschaffen wurden [...]
Ihr Wesensmerkmal: ein komplett geändertes Verständnis von sozialer Interaktion, möglich gemacht durch die Allgegenwart mobiler Kommunikationsgeräte (die diesen Trend mehr und mehr reflektieren) und durch die Entwicklung neuerer Kommunikationsangebote im Internet. Sie zu verstehen, ohne Teil davon zu sein, ist mittlerweile nahezu ausgeschlossen. Was sich nicht zuletzt auch darin manifestiert, dass die zentralen Ausdrucksformen dieses "Untergrunds" von außen/oben regelmäßig lächerlich gemacht (Youtube), kriminalisiert (Austausch digitaler Medien) oder beschimpft werden (Computerspiele). [...]
Nur in einem mühsamen und vergleichsweise langsamen Prozess hat man zu gemeinsamen Forderungen gefunden, die sich offenkundig auch noch fast täglich ändern; ein konzertiertes Auftreten scheint nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich zu ein. - Man mag das auf mangelnde Kompatibilität zwischen "neuen" und "alten" Ausdrucks- und Verhandlungsformen zurückführen, im Endeffekt bleibt der dominierende Eindruck einer alles durchdringenden Heterogenität. [...]
Ich bin beeindruckt mit welcher Empathie und doch auch kritischer Distanz Purgathofer über diese Entwicklungen schreibt. Sehr erhellend, sehr hilfreich - danke!
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Donnerstag, 29. Oktober 2009
Ein Freudscher Versprecher:
"... eine sprachliche Fehlleistung, bei der ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zu Tage tritt."

Na dann ist wohl klar wie derjenige zu den USA steht, der diese Grafik für eine Beilage der Financial Times Deutschland gebastelt hat - der Artikel Stemme ready for take off ist ansonsten lesenswert!
"... eine sprachliche Fehlleistung, bei der ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zu Tage tritt."

Na dann ist wohl klar wie derjenige zu den USA steht, der diese Grafik für eine Beilage der Financial Times Deutschland gebastelt hat - der Artikel Stemme ready for take off ist ansonsten lesenswert!
so titelt derStandard.at/etat im Rahmen der großen inhaltlichen Web2.0/SocialMedia Offensive. In diesem Fall wurden Niko Alm von Super Fi und ich interviewt wie wir die Auswirkungen von Web 2.0 und Social Media auf Marketing und Werbung sehen. Genannt wird unter anderem auch unser YouTube Channel für BMW Kurz daraus zitiert:
"Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden", sagt Rappold. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co hätten diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern würden sie auch adäquat adressieren. Zusätzlich würden sich "Kulturtechniken wie das 'linken und verlinkt werden' als Ausdruck des sozialen Austauschs" bilden. Ein Unternehmen sollte, so Rappold, vor allem darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen

Im Sinne der Vollständigkeit, die Fragen (per eMail) und meine Antworten von damals:
1. Inwieweit nutzen Firmen Web.2 Ihrer Erfahrung nach, um damit Kunden zu erreichen?
Derzeit wird Web 2.0 und der verwandte Begriff "Social Media" leider eher als Buzzword genützt um "auch was in dem Bereich zu machen". Es gibt aktuell v.a. im europäischen bzw. deutschsprachigen Raum noch zu wenige Beispiele, wo Unternehmen strategisch begründet und nachhaltig angelegt versuchen Ihre Zielgruppen unter zuhilfenahme der Paradigmen, Instrumente und Technologien des Web 2.0 besser zu erreichen, informieren oder zu servicieren.
2. Welches Potenzial sehen Sie in Web 2.0?
Web 2.0 ist nicht das 2. Internet, sondern jener Teil des Internets der extrem erfolgreich funktioniert - hier finden die massiven Anstiege hinsichtlich Reichweiten, Zugriffe, etc. statt (YouTube, Facebook, Twitter, & Co). Wir können also feststellen, dass es sich um ein Umfeld handelt wo sich hunderte Millionen Menschen aufhalten und immer mehr Zeit verbingen (Zeit, die von anderen Medien abgezogen wird). Aus diesen faktischen Gründen ist das Potenzial von Web 2.0 für Unternehmen sehr groß. Eine Einschätzung von Forrester erwartet bis 2014 rund +20% aller Werbespendings im Interaktiven (=Web) Bereich und in diesem Zeitraum ist der Bereich Web 2.0 + Social Media mit +34% pro Jahr der wachstumsstärkste!
3. Ist der Einsatz dieser Werbeformen überhaupt ein Thema in Österreich nur etwa nur ein Hype?
Ich glaube nicht, dass Österreich weltweit eine Sonderrolle einnimmt und sich hier Menschen dazu entscheiden, das große Angebot im Internet nicht anzunehmen. Insofern gibt es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für Unternehmen, die sich in Zukunft entwickelnden Dialogmöglichkeiten im Web 2.0 zu evaluieren und anzuwenden. Ich möchte "Werbeformate" bewußt vermeiden, denn es geht eben um Dialog und Gespräche - das ist auch die große Schwierigkeit und Herausforderung für Unternehmen. Unternehmen sprechen nicht, sondern haben Erfahrung im Broadcasting, im "senden" - die Fähigkeit als Organisation ganzheitlich kommunizieren zu können, muß erst erarbeitet werden. Das sind große Aufgaben die nur durch ein umfassendes Change Management bewältigt werden können.
Ein Hype sind jene aktionistischen Anwendungen von Blogs, Twitter, Facebook & Co die nur darauf abzielen, die selbe uninteressante Botschaft in einem anderen Kanal rauszuposaunen. Das wird aber auch mangels Erfolg wieder verschwinden.
4. Gibt es positive/negative Beispiele, auf die Sie verweisen können (ev. mit Bildern, Links zu Vidoes…)
Ein aktueller Artikel im St. Gallen Marketing Review analysiert sehr exakt unsere Erfolge im Rahmen des internationalen digitalen Launch des BMW X1 Concept Cars.
5. Worauf sollte man beim Einsatz von Web 2.0 als Unternehmer achten?
Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um Ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co haben diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern adressieren sie auch adäquat. Daneben bilden sich Kulturtechniken wie das "linken und verlinkt" werden als Ausdruck des sozialen Austauschs. Deshalb sollte ein Unternehmen beim Einsatz dieser Instrumente v.a. darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen - dort bewegen sich schon Menschen und haben jeweils eine Sprache entwickelt. Man muß diese Sprache lernen und sich in dieses soziale Umfeld integrieren - sonst wird man zum ungeliebten Zuwanderer. Hier geht es also nicht primär um technische Faktoren sondern um inhaltliche, soziale. Da setzen wir bei der Organisation, bei den handelnden Personen an, die gilt es auszubilden, zu coachen, zu befähigen diese Instrumente erfolgreich einzusetzen.
6. Ist der Erfolg solcher Werbemittel überhaupt messbar? Wenn ja, wie?
Die Messbarkeit ist eine große Herausforderung - bisher hat man immer versucht "Industriestandards" zu etablieren. Derzeit entwickelt sich der Markt dermaßen dynamisch, dass alte Währungen (TKP, PI, etc.) nicht mehr valide anwendbar sind und neue Währungen noch nicht etabliert bzw. anerkannt sind. Das ist auch ein Henne-Ei Problem. Eine Währung zu etablieren lohnt sich erst bei großen Volumen, aber erst bei großen Volumen denkt man darüber nach dafür eine Währung zu etablieren. Unsere Kunden gehen nun mit uns den Weg individuelle interne Währungen im Sinne von Wchselkursen zu entwickeln. So können wir zB feststellen, dass ein Seher eines TV Spots von BMW im Vergleich zu einem Seher eines Clips auf youTube.com/bmw im Kostenverhältnis 10:1 steht - das obwohl Interaktionstiefe und Nähe zum Kunden auf dem Kanal YouTube deutlich höher sind.
"Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden", sagt Rappold. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co hätten diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern würden sie auch adäquat adressieren. Zusätzlich würden sich "Kulturtechniken wie das 'linken und verlinkt werden' als Ausdruck des sozialen Austauschs" bilden. Ein Unternehmen sollte, so Rappold, vor allem darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen

Im Sinne der Vollständigkeit, die Fragen (per eMail) und meine Antworten von damals:
1. Inwieweit nutzen Firmen Web.2 Ihrer Erfahrung nach, um damit Kunden zu erreichen?
Derzeit wird Web 2.0 und der verwandte Begriff "Social Media" leider eher als Buzzword genützt um "auch was in dem Bereich zu machen". Es gibt aktuell v.a. im europäischen bzw. deutschsprachigen Raum noch zu wenige Beispiele, wo Unternehmen strategisch begründet und nachhaltig angelegt versuchen Ihre Zielgruppen unter zuhilfenahme der Paradigmen, Instrumente und Technologien des Web 2.0 besser zu erreichen, informieren oder zu servicieren.
2. Welches Potenzial sehen Sie in Web 2.0?
Web 2.0 ist nicht das 2. Internet, sondern jener Teil des Internets der extrem erfolgreich funktioniert - hier finden die massiven Anstiege hinsichtlich Reichweiten, Zugriffe, etc. statt (YouTube, Facebook, Twitter, & Co). Wir können also feststellen, dass es sich um ein Umfeld handelt wo sich hunderte Millionen Menschen aufhalten und immer mehr Zeit verbingen (Zeit, die von anderen Medien abgezogen wird). Aus diesen faktischen Gründen ist das Potenzial von Web 2.0 für Unternehmen sehr groß. Eine Einschätzung von Forrester erwartet bis 2014 rund +20% aller Werbespendings im Interaktiven (=Web) Bereich und in diesem Zeitraum ist der Bereich Web 2.0 + Social Media mit +34% pro Jahr der wachstumsstärkste!
3. Ist der Einsatz dieser Werbeformen überhaupt ein Thema in Österreich nur etwa nur ein Hype?
Ich glaube nicht, dass Österreich weltweit eine Sonderrolle einnimmt und sich hier Menschen dazu entscheiden, das große Angebot im Internet nicht anzunehmen. Insofern gibt es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für Unternehmen, die sich in Zukunft entwickelnden Dialogmöglichkeiten im Web 2.0 zu evaluieren und anzuwenden. Ich möchte "Werbeformate" bewußt vermeiden, denn es geht eben um Dialog und Gespräche - das ist auch die große Schwierigkeit und Herausforderung für Unternehmen. Unternehmen sprechen nicht, sondern haben Erfahrung im Broadcasting, im "senden" - die Fähigkeit als Organisation ganzheitlich kommunizieren zu können, muß erst erarbeitet werden. Das sind große Aufgaben die nur durch ein umfassendes Change Management bewältigt werden können.
Ein Hype sind jene aktionistischen Anwendungen von Blogs, Twitter, Facebook & Co die nur darauf abzielen, die selbe uninteressante Botschaft in einem anderen Kanal rauszuposaunen. Das wird aber auch mangels Erfolg wieder verschwinden.
4. Gibt es positive/negative Beispiele, auf die Sie verweisen können (ev. mit Bildern, Links zu Vidoes…)
Ein aktueller Artikel im St. Gallen Marketing Review analysiert sehr exakt unsere Erfolge im Rahmen des internationalen digitalen Launch des BMW X1 Concept Cars.
5. Worauf sollte man beim Einsatz von Web 2.0 als Unternehmer achten?
Das Internet ist ein sozialer Raum - soziale Räume dienen den Menschen um Ihrem Bedürfnis nach Beziehung, Nähe und Austausch gerecht zu werden. Plattformen wie Twitter, Facebook & Co haben diese Bedürfnisse nicht nur erkannt, sondern adressieren sie auch adäquat. Daneben bilden sich Kulturtechniken wie das "linken und verlinkt" werden als Ausdruck des sozialen Austauschs. Deshalb sollte ein Unternehmen beim Einsatz dieser Instrumente v.a. darauf achten, diese sozialen Räume zu verstehen - dort bewegen sich schon Menschen und haben jeweils eine Sprache entwickelt. Man muß diese Sprache lernen und sich in dieses soziale Umfeld integrieren - sonst wird man zum ungeliebten Zuwanderer. Hier geht es also nicht primär um technische Faktoren sondern um inhaltliche, soziale. Da setzen wir bei der Organisation, bei den handelnden Personen an, die gilt es auszubilden, zu coachen, zu befähigen diese Instrumente erfolgreich einzusetzen.
6. Ist der Erfolg solcher Werbemittel überhaupt messbar? Wenn ja, wie?
Die Messbarkeit ist eine große Herausforderung - bisher hat man immer versucht "Industriestandards" zu etablieren. Derzeit entwickelt sich der Markt dermaßen dynamisch, dass alte Währungen (TKP, PI, etc.) nicht mehr valide anwendbar sind und neue Währungen noch nicht etabliert bzw. anerkannt sind. Das ist auch ein Henne-Ei Problem. Eine Währung zu etablieren lohnt sich erst bei großen Volumen, aber erst bei großen Volumen denkt man darüber nach dafür eine Währung zu etablieren. Unsere Kunden gehen nun mit uns den Weg individuelle interne Währungen im Sinne von Wchselkursen zu entwickeln. So können wir zB feststellen, dass ein Seher eines TV Spots von BMW im Vergleich zu einem Seher eines Clips auf youTube.com/bmw im Kostenverhältnis 10:1 steht - das obwohl Interaktionstiefe und Nähe zum Kunden auf dem Kanal YouTube deutlich höher sind.
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Kommen Sie und überzeugen Sie sich. Hereinspaziert, hereinspaziert ;-)
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Mittwoch, 28. Oktober 2009
Es gibt erste zaghafte, aber gelungene Schritte der österreichischen Bundesregierung im Bereich von Social Media und zwar in Person von Marcin Kotlowski. Er ist Sprecher von Medienstaatssekretär Josef Ostermayer.
Seit kurzem betreibt Marcin Kotlowski einen Twitter Account und berichtet zeitnah aus seinem beruflichen Alltag. Dabei gratuliert er dem auch twitternden Chefredakteur des Bestseller aus dem Hause Manstein medienadäquat zum gelungenen Relaunch des Bestseller. Er empfiehlt die LeWeb in Paris oder hat gute Tipps für die grippekranke Journalistin Corinna Milborn die kürzlich auch in den GAP100 war.
So einfach lässt sich Authentizität, Fachwissen und Nähe zu seinen Stakeholdern erfolgreich umsetzen - Herzliche Gratulation zur gelungenen Übung.
Dies verwundert aber nicht allzu sehr, war doch Marcin Kotlowski von 2003 bis 2007 erfolgreicher Geschäftsführer der Echonet Agentur und hatte dort tagtäglich mit neuen Medien zu tun.
Sebastian Loudon bedankte sich kürzlich auch wieder via Twitter für die Glückwünsche von Kotlowski und erkundigte sich gleich nach möglichen Ergebnissen aus Brüssel:

Keine 40 Minuten später gibt es dazu schon Informationen, wieder über Twitter und Marcin Kotlowski meldet eine ORF Einigung mit der Kommission und verlinkt auf die entsprechende Aussendung der EU:

Derzeit hält Marcin Kotlowski bei 63 Followern nach den ersten 21 Tweets. Das heißt er ist noch kurz genug dabei um sich die Twitter Tips von Guy Kawasaki zu Gemüte zu führen.

Ich persönlich würde Marcin Kotlowski noch die Liste der twitternden Journalisten von Gerald Bäck sehr ans Herz legen. Hier findet er seine Stakeholder mit denen er auf Augenhöhe sprechen kann. Im übrigen ist er meiner Meinung nach eine sehr interessante Zukunftshoffnung der SPÖ. Die Frage ist wie weit seine persönlichen politischen Ambitionen gehen?
Seit kurzem betreibt Marcin Kotlowski einen Twitter Account und berichtet zeitnah aus seinem beruflichen Alltag. Dabei gratuliert er dem auch twitternden Chefredakteur des Bestseller aus dem Hause Manstein medienadäquat zum gelungenen Relaunch des Bestseller. Er empfiehlt die LeWeb in Paris oder hat gute Tipps für die grippekranke Journalistin Corinna Milborn die kürzlich auch in den GAP100 war.
So einfach lässt sich Authentizität, Fachwissen und Nähe zu seinen Stakeholdern erfolgreich umsetzen - Herzliche Gratulation zur gelungenen Übung.
Dies verwundert aber nicht allzu sehr, war doch Marcin Kotlowski von 2003 bis 2007 erfolgreicher Geschäftsführer der Echonet Agentur und hatte dort tagtäglich mit neuen Medien zu tun.
Sebastian Loudon bedankte sich kürzlich auch wieder via Twitter für die Glückwünsche von Kotlowski und erkundigte sich gleich nach möglichen Ergebnissen aus Brüssel:

Keine 40 Minuten später gibt es dazu schon Informationen, wieder über Twitter und Marcin Kotlowski meldet eine ORF Einigung mit der Kommission und verlinkt auf die entsprechende Aussendung der EU:

Derzeit hält Marcin Kotlowski bei 63 Followern nach den ersten 21 Tweets. Das heißt er ist noch kurz genug dabei um sich die Twitter Tips von Guy Kawasaki zu Gemüte zu führen.

Ich persönlich würde Marcin Kotlowski noch die Liste der twitternden Journalisten von Gerald Bäck sehr ans Herz legen. Hier findet er seine Stakeholder mit denen er auf Augenhöhe sprechen kann. Im übrigen ist er meiner Meinung nach eine sehr interessante Zukunftshoffnung der SPÖ. Die Frage ist wie weit seine persönlichen politischen Ambitionen gehen?
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